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:: Island ist Spitze!

+ 06.02.2010 + Das Land im hohen Norden führt ein internationales Umweltranking an, Deutschland ist nur im europäischen Mittelfeld.

Es gibt nicht viele internationale Rankings, in denen die USA Kopf an Kopf mit Paraguay liegen. Der "Environmental Perfomance Index" bewertet die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystem - die Vereinigten Staaten sind nicht die einzigen, die katastrophal abschneiden.

 

Island, die Schweiz und Costa Rica sind die gesündesten Länder der Welt. Die Ökobilanz und die Gesundheitssysteme dieser Länder sind laut einer Studie der amerikanischen Elite-Unis Yale und Columbia am höchsten entwickelt. Deutschland schafft es unter 163 Staaten auf Platz 17, weit abgeschlagen liegen die USA an Stelle 61.

 

Die Auswirkungen der Umwelt auf den Menschen und ein intaktes Ökosystem sind die wichtigsten Faktoren des "Environmental Performance Index 2010" (EPI), der auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt wurde. Ein hoher Ausstoß an Treibhausgasen und magere Anstrengungen gegen den Klimawandel lassen die USA hinter Länder wie Marokko, Syrien und Sri Lanka rücken, trotz hoher Wasserqualität und gesunder Wälder. Allerdings greift der Bericht auf Daten aus dem Jahr 2008 zurück, vor dem Amtsantritt Barack Obamas. 15 europäische Staaten kommen unter die ersten 30, während Sierra Leone, die Zentralafrikanische Republik und Mauretanien die Schlusslichter des Index bilden.

 

Deutschland habe seine Energieeffizienz in zwei Jahrzehnten um 20 Prozent gesteigert, loben die Yale-Autoren. Die hohe Luftverschmutzung, Überfischung und der Klimawandel sorgen allerdings dafür, dass die Bundesrepublik europaweit im Mittelfeld auf Platz 11 bleibt. Auch Artenvielfalt, Landwirtschaft und Wassermanagement werden bewertet. "Der EPI ist eine rigoroser und analytischer Ansatz für künftige umweltpolitische Entscheidungen", sagte Daniel C. Esty, Yale-Professor für Umweltrecht und Umweltpolitik. Erhebliche Investitionen in die einzelnen Kriterien seien weltweit nötig.

 

Die aufstrebenden Schwellenländer China und Indien kommen wegen des schnellen, umweltfeindlichen Wirtschaftswachstums nur auf Platz 121 und 123. Schweden führt als vierte Nation die Liste der EU-Staaten an.

 

Die Studie stützt sich auf Daten der Weltbank und diverser UN-Organisationen. Sie erscheint alle zwei Jahre und ist unter epi.yale.edu öffentlich abrufbar.

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