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:: Umweltkampagne: "GreenTibet.FreeTibet." gestartet
+ 04.07.2010 + Die Tibet Initiative Deutschland (TID) hat ihre Kampagne „GreenTibet.FreeTibet." gegen die Umweltzerstörung und für die Achtung der Menschenrechte in Tibet gestartet.
Gegen Umweltzerstörung. Für Menschenrechte. Tibets Umwelt geht uns alle an!
Die völker- und menschenrechtswidrige Besetzung 1949/50 durch die Volksrepublik China hat nicht nur das tibetische Volk und seine kulturelle, religiöse und politische Identität, sondern auch die natürlichen Lebensräume des Hochplateaus in einen Zustand höchster Gefahr gebracht. Die fortschreitende Zerstörung der Umwelt ist das Resultat einer rücksichtlosen Ausbeutung von Tibets natürlichen Ressourcen durch die chinesischen Besatzer.
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Ob der Abbau von Bodenschätzen, die Abholzung der tibetischen Wälder oder die Stauung und Umleitung von Tibets Flüssen, Chinas Raubbau verfolgt allein das Ziel, genug Energie und Mineralien für sein eigenes Wirtschaftswachstum bereitzustellen – und zwar leichtfertig auf Kosten von Tibets Umwelt. Chinas ausbeuterische Handlungsweise ist dabei nicht nur ein Verbrechen an dem Land mit seinen einzigartigen Ökosystemen, sondern auch an der tibetischen Bevölkerung, die die Folgen dieser Umweltzerstörung – Trinkwassermangel, Hungersnöte, Krankheiten, Vertreibung – tragen müssen.
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Tibets Umweltprobleme sind von globaler Bedeutung und erfordern dringend unseren Einsatz. Informieren Sie sich jetzt und machen Sie mit!
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Die erste Aktion im Rahmen der Kampagne gilt dem prominenten tibetischen Umweltaktivisten Karma Samdrup, den ein chinesisches Gericht gestern zu 15 Jahren Haft verurteilt hat.
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Die TID fordert die unverzügliche Freilassung von Karma Samdrup sowie seiner beiden Brüder Rinchen Samdrup und Jigme Namgyal. Karma Samdrup wurde gestern wegen Grabraubs und Hehlerei in einem bereits 12 Jahre zurückliegenden Fall verurteilt. Der offensichtliche Grund für die Verurteilung des angesehenen Geschäftsmanns und Umweltschützers ist jedoch, dass er sich für seine beiden Brüder stark gemacht hatte, die wegen ihres Engagements für den Umweltschutz in Haft sind. Karma Samdrup sagte aus, gefoltert worden zu sein und kündigte an, in Berufung zu gehen.
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„Dieses harte Urteil für Karma Samdrup ist ganz besonders alarmierend, weil es Ausdruck einer neuen Dimension politischer Verfolgung in Tibet ist“, erklärt Wolfgang Grader, Vorsitzender der TID. „Selbst prominente Persönlichkeiten sind nicht mehr vor willkürlichen Verurteilungen sicher, und es genügt schon, sich für die Umwelt einzusetzen, um ins Fadenkreuz der chinesischen Justiz zu geraten, gefoltert und weggesperrt zu werden.“
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Mit der Kampagne „GreenTibet.FreeTibet.“ klärt die TID zum einen über die Zerstörung der Umwelt in Tibet und die rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch die chinesischen Besatzer auf. Zum anderen setzt sie sich gezielt für die Opfer dieser Entwicklung ein – für verfolgte Umweltschützer, für zwangsumgesiedelte Nomaden und für die tibetische Bevölkerung, die z. B. gegen Bergbauprojekte protestiert.
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