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:: 2010: Jahr der biologischen Vielfalt
Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt macht auf die Bedeutung der natürlichen Vielfalt aufmerksam und ruft alle Menschen auf, sich für den schonenden und verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung zu engagieren.
Die UNO hat am 20. Dezember 2006 das Jahr 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt (IJB) erklärt und das Sekretariat der CBD als Koordinierungsstelle bestimmt. Dies ist Gelegenheit zu fragen inwiefern es uns bisher gelungen ist, Biodiversität zu bewahren und wo die Herausforderungen der Zukunft liegen.
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Das Jahr 2010 wurde durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt" erklärt. Damit sollen die Bedeutung der biologischen Vielfalt sowie die Folgen ihres Verlustes - auch für das menschliche Wohlergehen und die globale wirtschaftliche Entwicklung - stärker in das politische und öffentliche Bewusstsein rücken. Als aktueller Vorsitz des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity - CBD) richtet Deutschland die weltweite Auftaktveranstaltung des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt aus.
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Nach wie vor schwindet die biologische Vielfalt weltweit in einer Geschwindigkeit, wie sie in der Geschichte vorher nicht beobachtet wurde. Jährlich wird eine Waldfläche von 13 Millionen Hektar vernichtet - das entspricht einer Fläche von der Größe Griechenlands. Karibische Korallenriffe sind bereits zu 80 Prozent zerstört (TEEB - The Economics of Biodiversity and Ecosystems 2008), 35 Prozent aller Mangroven wurden innerhalb der letzten 20 Jahre vernichtet. Auch in Deutschland ist es um die heimische Natur nicht gut bestellt: 72 Prozent aller Lebensräume sind gefährdet oder sogar akut von Vernichtung bedroht, so die Rote Liste von 2009. Von den einheimischen Tierarten Deutschlands sind 35 Prozent, von den Pflanzenarten 26 Prozent bestandsgefährdet.
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"Wir müssen daher sowohl national als auch international alles daran setzen, den Verlust der Lebensräume und Arten zu stoppen. Wir konnten zwar in Deutschland in den letzten Jahren zahlreiche Erfolge erzielen, nicht zuletzt durch die Erfüllung unserer Pflichten aus den Natura 2000 Richtlinien. Trotzdem sind erhebliche zusätzliche Anstrengungen erforderlich, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Flächenversiegelung und Verkehr. Denn von dort geht weiterhin eine starke Gefahr für die biologische Vielfalt aus", mahnt Röttgen.
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Der Bundesumweltminister kündigte an, zur Umsetzung der in der letzten Legislaturperiode beschlossenen Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt ein "Bundesprogramm Biologische Vielfalt" aufzulegen. "Eine Strategie zum Schutz der Natur ist wichtig - jetzt machen wir uns an die konkrete Umsetzung des Beschlossenen", sagt Röttgen.
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Seit der Ausrichtung der 9. UN-Naturschutzkonferenz im Mai 2008 in Bonn hat die deutsche CBD-Präsidentschaft Schwung in die internationale Naturschutzdebatte gebracht. So konnten beispielsweise erhebliche Fortschritte bei den Verhandlungen für ein Abkommen zum Kampf gegen Biopiraterie oder bei der Einrichtung eines internationalen Naturschutzrates erzielt werden. Den erfolgreichen Abschluss beider Prozesse strebt der deutsche Vorsitz für 2010 an. Im Jahr 2009 hat Deutschland zudem mit rund 250 Millionen Euro weltweit den Schutz von Wäldern und anderen Ökosystemen vorangetrieben. Dies soll weiter ausgebaut werden.
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Die internationale Staatengemeinschaft wird in diesem Jahr nicht nur prüfen, inwieweit das von ihr beschlossene globale Biodiversitätsziel für das Jahr 2010  die deutliche Reduzierung des anhaltenden weltweiten Verlustes an Arten und Lebensräumen  erreicht wurde. Sie wird außerdem darüber entscheiden, welche Zielsetzungen die internationale Naturschutzpolitik nach 2010 verfolgen soll. Deutschland macht sich für die Festlegung eines ehrgeizigen und aussagekräftigen globalen Zieles für die Biodiversitätspolitik nach 2010 stark.
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"Weltweit erkennen politische Entscheidungsträger zunehmend, welche immense Bedeutung der Schutz der biologischen Vielfalt auch für das menschliche Wohlergehen, die globale wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung hat. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Erkenntnissen auch Taten folgen zu lassen.", so Bundesumweltminister Röttgen.
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